Tierschutzverein Horgen und Umgebung/></td></tr></table>
<table width=
  •  
 
Haustiere Infos Katzen

Haustiere Infos Start |  Hunde |  Katzen |  Nager |  Vögel |  Zurück zu Vermittlung

Inhalt


1. Eine Entscheidung, die Folgen hat ...
2. Worauf ist beim Kauf einer Katze zu achten?
3. Wo kauft man eine Katze?
4. Stuben- oder Auslaufhaltung?
5. Was braucht die Katze?
6. Platzbedarf
7. Raumausstattung
8. Ernährung


9. Tiermedizinisches
10. Kastration
11. Ferien
12. Katzen und Kinder
13. Schlusswort
14. Diese Fragen sollten Sie ehrlich beantworten

1. Eine Entscheidung, die Folgen hat ...

Wer sein Leben mit einer Katze - oder gleich mehreren - teilen will, muss nicht nur ihre spezifischen Bedürfnisse kennen, sondern auch auf diese eingehen. Dies ist die Voraussetzung für eine harmonische Partnerschaft zwischen Mensch und Tier.

Obschon Katzen - sie können über 20 Jahre alt werden! - recht eigenwillig sein können, entwickeln sie eine persönliche Beziehung zu ihrer Halterin oder ihrem Halter.

Wie alle Heimtiere verursachen auch sie Kosten: Neben dem Kaufpreis, der unterschiedlich hoch sein kann, entstehen Ausgaben für Impfungen, Kastration und allfällige Krankheiten, für die Ernährung und eventuelle Unterbringung in einer Tierpension während der ferienbedingten Abwesenheit. Alle diese Beträge belaufen sich auf rund 700 Franken pro Tier und Jahr. In den ersten Monaten kommen für Impfungen, Entwurmung und Kastration Kosten in der Höhe von mehreren hundert Franken hinzu. Katzenpensionen nehmen nur korrekt geimpfte Tiere auf. Katzen benötigen Platz! Die Wohnung muss "katzengerecht" eingerichtet sein.

Zurück zum Inhalt


2. Worauf ist beim Kauf einer Katze zu achten?

Vor dem Kauf ist es wichtig herauszufinden, ob die Katze gesund ist, kein Niesen, keine tränenden Augen, keinen Durchfall hat, aktiv und verspielt ist und sich gegenüber Menschen vertrauensvoll verhält. Das Jungtier sollte nicht scheu sein und sich streicheln lassen. Es darf frühestens mit 10, besser erst mit 12 Wochen von der Mutter und den Geschwistern getrennt werden. Katzen, die zu früh von der Mutter getrennt werden, neigen vermehrt zu Verhaltensstörungen.

Zurück zum Inhalt

3. Wo kauft man eine Katze?

In einem Tierheim.
Unzählige liebenswerte Katzen warten in gutgeführten Tierheimen der Tierschutzorganisationen auf ein neues Zuhause. Manchmal handelt es sich auch um erwachsene Tiere, die weniger verspielt sind. Dafür ist ihr Verhalten bekannt. Im Gespräch mit der Heimleitung, vor allem mit dem Pflegepersonal, erfährt man den Sozialisierungsgrad der Katze gegenüber Artgenossen und Menschen. Die meisten Tierheime geben korrekterweise nur kastrierte und geimpfte Tiere ab und verlangen einen Unkostenbeitrag. Bei gratis abgegebenen Katzen aus unkontrollierten Zuchten ist generell Vorsicht geboten.

In einer anerkannten und registrierten Zuchtstätte.
Machen Sie sich vorher ein eigenes Bild von den Charaktereigenschaften der einzelnen Rassen durch Besuche von Katzenausstellungen und bei Züchterinnen und Züchtern. Rassekatzen können überzüchtet sein. Die Folgen sind gesundheitliche Probleme und Verhaltensstörungen. Oft sind Langhaarkatzen durch ihr Fell behindert. Sie müssen täglich gebürstet werden, was viele nicht tolerieren. Nicht selten müssen Tiere mit verfilztem Haarkleid unter Narkose geschoren werden!

Zurück zum Inhalt


4. Stuben- oder Auslaufhaltung?

Beide Haltungsformen haben Vor- und Nachteile. Katzen, die in dichtbesiedelten Gebieten Auslauf geniessen, sind dem gefährlichen Verkehr ausgesetzt und haben demzufolge eine weniger lange Lebenserwartung! Die Befürworter dieser Haltungsform sind der Meinung, dass die Tiere zwar oftmals ein kürzeres, dafür abwechslungsreicheres Leben haben. Wenn in einem Quartier zu viele Katzen gehalten werden, die sich gezwungenermassen in der Gärten versäubern, kann es Probleme mit den Nachbarn geben. Deshalb ist darauf zu achten, dass Katzen mit Auslauf stets ein sauberes Kistchen an einem geeigneten Ort innerhalb der Wohnung zur Verfügung steht. Stubentiere, die besonders auf die Zuwendung der Halterin oder des Halters angewiesen sind, haben aber leider oftmals nicht die Möglichkeit, die von uns begangenen Haltungsfehler zu kompensieren . Die Erfahrung zeigt, dass mehr Stubenkatzen Verhaltensstörungen aufweisen als Katzen, die Auslauf haben.
Besonders wichtig ist, dass Stubenkatzen von klein auf im Haus oder in der Wohnung gehalten werden, damit sie später nichts vermissen. Die Wohnung muss dementsprechend eingerichtet werden, so dass die Katzen ihre arttypischen Grundbedürfnisse befriedigen können. Wenn Katzen einmal freien Auslauf genossen haben, können sie nicht mehr an ein Leben nur in der Wohnung gewöhnt werden.

Zurück zum Inhalt


5. Was braucht die Katze?

Wichtig ist ein soziales Umfeld. Wenn eine Katze über längere Zeit bei ihren Wurfgeschwistern bleiben durfte und während der ersten zwei Lebensmonate viele positive Kontakte mit Artgenossen hatte, ist sie an diese gewöhnt und sollte später - in der Wohnung oder ihrem Umfeld - ebenfalls Kontakt zu anderen Katzen geniessen können. Besonders bei Stubenkatzen muss der Mensch die Rolle des Sozialpartners übernehmen. Ein einzelnes in der Wohnung gehaltenes Tier würde ohne intensiven Kontakt vereinsamen. Deshalb sollen Berufstätige grundsätzlich keine Heimtiere einzeln halten.

Zurück zum Inhalt


6. Platzbedarf

Aus Erfahrungen in der Behandlung von Verhaltensstörungen bei Wohnungskatzen kann ein allgemeiner "Richtwert" zur maximalen Belegungsdichte angegeben werden: pro Katze mindestens ein Zimmer, das dem Tier ständig zur Verfügung steht. Das heisst: in einer 3-Zimmer-Wohnung empfiehlt es sich, maximal drei erwachsene Katzen zu halten. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, je nachdem wie gut die dritte Dimension (Raumhöhe) ausgenutzt wird.

Zurück zum Inhalt


7. Raumausstattung

Auf jeden Fall sollte ein Kratzbaum zur Verfügung stehen und erhöhte Liegeplätze vorhanden sein. Ungesicherte Balkone und offene Kippfenster sind lebensgefährlich! Katzengras, besonders bei der Stubenhaltung von Langhaarkatzen, sollte jederzeit zugänglich sein. Ihre Katze schätzt es, wenn gelegentlich ungefährliche Spielobjekte (beispielsweise Kartonschachteln mit fremden Gerüchen) angeboten und bewegt werden. Katzen müssen die Räume dreidimensional nutzen können. Wer keine Katze auf dem Sofa haben will, soll auch keine halten. Ein Zufluchtsort ist sehr wichtig, damit das Tier die Möglichkeit hat, sich vorübergehend von seinen Zimmergenossen (den zwei- und vierbeinigen) zurückzuziehen. Ein Futter- und ein Wassernapf sowie eine Katzentoilette (für ein Einzeltier zwei Kistchen!) sind unbedingt nötig. Futtergeschirr und Katzentoilette dürfen nie nebeneinander stehen und müssen jeden Tag gereinigt werden. Gewisse Katzen reagieren auf den Wechsel von Katzenstreu-Marken oder stark riechenden Reinigungsmitteln mit Unsauberkeit!

Zurück zum Inhalt


8. Ernährung

Katzen sind Raubtiere, das heisst: Fleischfresser. Erwachsenen Tieren muss die Nahrung zweimal täglich gereicht werden. Junge Katzen sollen (je nach Alter) ihr Futter drei- bis viermal auf den Tag verteilt erhalten. Die Ration sollte nicht ausschliesslich, jedoch zu einem grossen Teil aus Fleisch bestehen. Die Nährstoffbedürfnisse von Katzen sind genauestens untersucht und bei der Herstellung von Fertignahrung zumeist berücksichtigt worden. Die Fütterung von Essensresten kann zu gesundheitlichen Problemen führen, vor allem wegen der ungünstigen Nährstoffbilanz. So ist zum Beispiel Kuhmilch kein Nahrungsmittel für Katzen, viele bekommen davon Durchfall. Frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen.

Zurück zum Inhalt


9. Tiermedizinisches

Viele Kätzchen sind schon nach der Geburt von inneren und äusseren Parasiten wie Flöhen, Ohrmilben und Spulwürmern befallen. Suchen Sie deshalb frühzeitig eine Tierärztin oder einen Tierarzt auf. Sie erhalten dort auch Auskunft über die erforderlichen Impfungen, die Ihre Katze vor zum Teil tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten schützen. Es ist ratsam, die Katze einmal im Jahr gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen, wenn möglich auch gegen Leukose und die ansteckende Bauchfellentzündung zu impfen und sie mehrere Male in diesem Zeitraum zu entwurmen. In tollwutverdächtigen Zonen ist zudem alle zwei Jahre eine Tollwutimpfung empfehlenswert. Merke: Die Tierarztkosten sind vielfach bedeutend höher als der Anschaffungspreis.

Zurück zum Inhalt


10. Kastration

Vorsorge durch Kastration ist angewandter Tierschutz.
Kätzinnen bekommen zweimal pro Jahr 3 bis 5 Junge, für die immer wieder "gute Plätze" gesucht werden müssen - was nicht leicht ist und auch nicht immer mit der nöti In der Schweiz werden jährlich über 100 000 (!) unerwünschte Katzen auf grausame Art getötet: erschlagen, erschossen oder ertränkt. Über die Kastration von Katzen zirkulieren leider viele Unwahrheiten. Wahr ist:

  1. Kastrierte Tiere werden in der Regel nicht dicker.
  2. Kastrierte Katzen bleiben gute Mäusefänger. Natürlich bringen Muttertiere ihre Beute für die Jungtiere öfters nach Hause, was uns Menschen auffällt. Aber auch kastrierte Kätzinnen und Kater fangen Beute und fressen diese draussen im Feld oder in einem Versteck.
  3. Die Kätzin muss vor der Operation nicht Junge zur Welt gebracht haben. Katzen werden in der Regel zwischen dem 5. und 9. Monat geschlechtsreif. Sie sollten deshalb als etwa halbjährige Tiere kastriert werden.
  4. Die Kastration wirkt sich nicht negativ auf die Psyche aus. Das Tier "vermisst" nach einer Kastration nichts, da der Organismus die Hormone, die den Sexualtrieb steuern, nicht mehr produziert. Im Gegenteil: Die Kastration wirkt sich auf das Verhalten der Tiere "positiv" aus, sie sind weniger aggressiv und freundlicher zu ihnen bekannten Artgenossen und anhänglicher gegenüber ihren Halterinnen und Haltern. Kastrierte Katzen streunen weniger weit umher und sind demzufolge nicht so vielen Gefahren ausgesetzt. Sie leben im Durchschnitt länger als unkastrierte Tiere. Zudem ist die Kastration eines der erfolgreichsten Mittel gegen das für uns lästige und unangenehme Markieren und Spritzen mit Harn.

Zurück zum Inhalt


11. Ferien

Auch während Ihren Ferien muss die Katze gepflegt werden. Wenn zuverlässige Katzenfreunde in der Nähe wohnen, sind sie vielleicht bereit, Ihr Tier zu betreuen. Das hat den Vorteil, dass die Katze ihre gewohnte Umgebung nicht verlassen muss. Doch sollten sich Pflegerin oder Pfleger und Katze einige Tage vorher gegenseitig kennenlernen, um mögliche Probleme von Anbeginn auszuschliessen. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, die Katze als Pflegetier in eine Tierpension zu bringen. Hier lohnt es sich, den Ferienplatz lange im voraus zu reservieren und die Pension zu besichtigen, um sicherzugehen, dass Ihre Katze gemäss den eigenen Bedürfnissen als Einzeltier, zusammen mit einem anderen Artgenossen oder in der Gruppe gehalten wird.
Kosten pro Tier und Tag: 18 Franken und mehr. Auf keinen Fall darf die Katze während Ihrer Abwesenheit einfach auf die Strasse gestellt werden. Das Aussetzen oder Zurücklassen von Katzen ist Tierquälerei!

Zurück zum Inhalt


12. Katzen und Kinder

Katzen können für Kinder liebenswürdige Partner sein. Kindern muss man jedoch zeigen, wie sie mit den Tieren umgehen müssen, vor allem, dass man der Katze das Annähern überlässt und nicht direkt oder zu schnell auf sie zugeht und sie festhält. Kleinkinder und Katzen dürfen nicht zusammen allein gelassen werden. Den Tieren muss ein Fluchtweg zur Verfügung stehen, damit sie sich vor den Kindern jederzeit zurückziehen können.

Zurück zum Inhalt


13. Schlusswort

Wer die Eigenwilligkeit und Selbständigkeit der Katze kennen und respektieren lernt, wird von dieser Beziehung viel profitieren!

Zurück zum Inhalt


Text: Dr. Dennis C. Turner

14. Diese Fragen sollten Sie ehrlich beantworten

  1. Warum möchten Sie ein eigenes Tier?
  2. Was erwarten Sie von ihm?
  3. Welches Tier würde am besten zu Ihnen passen?
  4. Haben Sie sich über die Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse des von Ihnen gewünschten Tieres gründlich informiert?
  5. Können Sie ihm eine abwechslungsreiche Umgebung und den Kontakt zu Sozialpartnern bieten, damit es nicht vereinsamt?
  6. Hat das von Ihnen ausgewählte Tier ausreichend Platz zur Verfügung, um sich seiner Art entsprechend frei bewegen zu können (hoppeln, springen, fliegen usw.)?
  7. Sind Sie sich bewusst, dass Sie sich während Jahren täglich die Zeit nehmen müssen, das Tier richtig zu pflegen?
  8. Sind alle Familienmitglieder und auch der Hausbesitzer mit der Tierhaltung einverstanden?
  9. Haben Sie einen guten Platz, wo das Tier während Ihrer Ferien betreut wird?
  10. Wissen Sie über die Möglichkeiten und die Wichtigkeit der Geburtenregelung Bescheid?
  11. Sind Sie sich auch gewisser negativer Seiten der Tierhaltung, wie Schmutz, Haare, Geruch, Lärm, zerkratzte Möbel, aufgebrachte Nachbarn bewusst?
  12. Haben Sie auch die Kosten für Futter, Tierarzt, Kontrollmarke und Ferienheim berücksichtigt?.

Zurück zum Inhalt